Schreibst du noch an Mitmach-Märchen?

Ich hatte es damals schon befürchtet und ja, es ist eingetroffen wie prophezeit, smile. Frau fängt an zu bloggen, hat einen Hauptberuf und einen Nebenberuf und ein Kind und der Tag weigert sich weiterhin konsequent, mehr als 24h zu bekommen.

Also muss erst das wichtige erledigt werden und der Spaß steht – wie immer – hinten an und schaut in die Röhre. Bis vor circa 3 Monaten hat der innere Schweinehund auch auf der ganzen Linie gewonnen. Aber dann, nach und nach, holte das kleine Spaßmännchen tief Luft und fing an sich aufzupusten. Was ist passiert?

Ein kleiner Rückblick…

Erst einmal muss ich ganz ehrlich sagen, dass ich mit meinem Nachwuchs einige rollenspieltechnische Probleme hatte. 7 bzw. 8 Jahre kann ein verantwortungsvolles Alter sein. Aber 7 – 8 Jahre können auch ein verflixt bockiges und sensibles Alter sein. Wenn aus „Ich will jemanden niederwürfeln.“ ganz schnell ein „Der hat mich gehauen, ich spiele nicht mehr mit!“ wird, zehrt das an der Geduld.

Dieses Stadium haben wir jetzt, so ganz knapp vor dem 9ten Geburtstag, immer noch. Vorige Tage habe ich mit ihm das Einführungsabenteuer aus der Pathfinder Beginners Box gespielt und was soll ich sagen – 10 Minuten Böckchenzeit im von Innen verriegelten Kinderzimmer, mit herumfliegenden Gegenständen (er liest das hoffentlich nicht, solche Internas darf ich nämlich nicht verraten).
Der Skelettkönig war nämlich der erste, der nach einer ziemlich unterdurchschnittlichen Würfelpartie dann doch mal ausversehen getroffen hat. Das ging ja nun überhaupt nicht!

Ich habe ihn bocken lassen und ihm gesagt, dass er dann wohl noch zu jung zum Spielen ist (brutal, ich weiß). Die Map lag weiterhin aufgebaut im Wohnzimmer. Ich habe mich anderen Dingen zugewendet.

Irgendwann kam er an und fing an, immer noch sauer am Spielbuch rumzublättern. Ich habe ihn dann nach kurzer Zeit gefragt, ob er doch weiter spielen möchte. Und mit trotzigem Gesicht und schmalen Lippen hat er dann weiter gemacht.

Wie erwartet kippte die oskarreife schlechte Laune mit dem ersten eigenen Treffer ganz schnell.

Wenn aus Spielspaß Arbeit wird…

Es ist schwer als Mutter zu erziehen (im Rollenspiel und beim Rollenspiel), dem natürlichen „ich haue alles platt, yeah!“ Drang eines 9-jährigen dabei zufrieden zu stellen (InGame ist er mir sympathischer als OffPlay) und dabei noch altersgerecht die Geschichte zu leiten.
Und die Altersweisheit eines Greises an den Tag zu legen, wenn das kindliche Gemüt sich dann doch mal 15 Minuten lang woanders abreagieren möchte.

Nachdem es mich längere Zeit wirklich gefrustet hat, entwickele ich jetzt endlich wieder Spaß daran. Allerdings hatte ich meine eigenen Rollenspielaktivitäten ebenfalls stark zurück gefahren, was noch andere Gründe hatte. Ich denke jedoch, dass Sohnemann und ich uns jetzt langsam auf einen gemeinsamen verträglichen Nenner bringen können.

Heute kam dann zudem noch ein sehr netter (und spamfreier, juhu!) Kommentar rein, ob ich an dem Blog noch weiterschreiben würde. Da ich in den letzten Tagen öfters dran gedacht habe, hat es mich endlich aus meinem Koma gerissen. Danke dafür!

Ich grabe mal ein paar ältere Geschichten aus, die ihr noch nicht kennt und schreibe auch was zur Beginners Box, die für Kinder auf jeden Fall einen Kauf wert ist.

PS: Was bin ich froh, dass ich mir mein Passwort für den Blog wieder auffindbar notiert habe…

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