Mitmach-Maerchen.de – die Hintergrundstory zum Kinder RPG Blog

Hier wird in den nächsten zwei Monaten ein kleiner Blog rund um das Thema “Kinder und RPG” entstehen.

Die Geschichte dahinter (immerhin lieben wir ja gute Hintergrundgeschichten)

Ich bin Mutter eines inzwischen bald siebenjährigen Sohnes. Ja, Mutter – nicht Vater ;-)

Ich spiele seit einigen Jahren sporadisch d20 Systeme und habe mich auf Fantasy eingeschossen. Nachdem D&D 3.5 nun nicht mehr fortgesetzt wird, bin ich – zusammen mit einigen anderen Spielern – voller Begeisterung auf das Pathfinder System umgestiegen.

Durch meinen Sohnemann bin ich in meiner Freizeit recht eingeschränkt. Deshalb spielen wir unsere Runde immer bei mir in der Wohnung. Mein Sohn bekommt an diesen Abenden natürlich einiges mit.

Natürlich hauptsächlich das Vorgeplänkel von wegen “was ist diese Woche passiert” und “können wir diese Regel mal kurz…”. Bevor die Gruppe dann in die Schlacht zieht, trage ich meinen Einzelkampf aus: Kind ins Bett bekommen.

Zugegeben, das wird immer schwieriger. Inzwischen ist aus der unschuldigen Kinderfrage “was macht ihr da eigentlich?” ein “kann ich endlich mal für dich würfeln?” geworden. Meine schönen, neuen Pathfinderbücher finde ich regelmäßig unter Spielsachen im Kinderzimmer wieder. Und inzwischen hat Fabs auch seinen eigenen Würfelbeutel samt Inhalt. Dieser Schritt war dringend notwendig, da er mir ständig meine guten Würfe wegwürfelte bzw. die schönen, bunten d20 einkassierte…

Anfangs freute ich mich über das leichte Interesse. Das tue ich heute auch noch – nur ist aus “leicht” inzwischen “extrem” geworden. Wenn ich die Frage stelle was wir heute spielen sollen, heißt es: “Ich will wieder Abenteuer spielen”. Gesellschaftsspiele und Co gehören zwar ebenfalls in die Familie, doch muss ich dafür immer mit mütterlichem Charme überzeugen.

Da mein Freund ebenfalls aus meiner Spielerrunde stammt, amüsieren wir uns gemeinsam über “unseren” kleinen RPGler der Next Generation.

Doch neben der Freude schleichen sich auch Elternsorgen ein:

Was ist kindgerecht im Fantasy RPG

Wir Erwachsenen reden, diskutieren, hecken aus und beraten – leider ist Junior oft abweichender Meinung.

Und genau da bin ich bei diesem Blog gelandet…

Ich hoffe in etwa ein, zweimal in der Woche einen Artikel verfassen zu können und viele andere Eltern von jungen RPGlern kennenzulernen.

Der Begriff “Mitmach-Märchen” entstand übrigens, als ich es leid war anderen Eltern zu erklären, wovon mein Sohn gerade schwärmt. Mitmach-Märchen erklärt sich von selbst und klingt so harmlos, wie Kinder RPG sein sollte.

4 Kommentare zu “Mitmach-Maerchen.de – die Hintergrundstory zum Kinder RPG Blog”

  1. Tnomas schreibt:

    Hallo,

    sehr schöne Idee, Kinder schon früh an RPG heranzuführen.

    Und die Seite sieht auch einladend aus.

    Das mit dem Erklären von RPG an erwachsene Nicht-Rollenspieler ist im Übrigen – wie ich schon oft erlebt habe – auch nicht eben leicht .

  2. Arne Babenhauserheide schreibt:

    Hi,

    Die Idee finde ich klasse!

    Ich bin noch nicht Vater, das wird sich aber vorraussichtlich im November ändern, und entsprechend ist das Thema Kinder und RPG zwar noch nicht ganz aktuell (wird wohl noch ein paar Jahre dauern), aber es kündigt sich bereits sehr deutlich an :)

    Ich habe dein Blog auch gleich mal an Freunde weitergeschickt, bei denen das Thema hochaktuell ist :)

    Das Design gefällt mir übrigens gut – der Waldgeist macht es sehr persönlich und fröhlich.

  3. Selina schreibt:

    Ja, da solltest du noch ein paar Jahre Zeit haben ;-)
    Wenn das Thema in den Staaten weiter so bleibt, wird es bis dahin mit Sicherheit viele Kinderabenteuer geben und du kannst noch auf Erfahrungen im Freundeskreis zurückgreifen.

    Danke für’s weiterschicken und viele Glück schonmal für November!

  4. Melanie Hetz schreibt:

    Ich finde das Thema deines Blogs toll und werde ihn sicher regelmäßig weiterverfolgen. Viele Eltern haben sicher Bedenken, ihre Kinder an Rollenspiel heranzuführen, insbesondere, wenn sie selbst keine Erfahrung damit haben. Den Eltern zu erklären um was es eigentlich geht ist meist viel schwieriger als das eigentliche Spiel mit den Kindern.

    Als Pädagoge und Game Designer entwickle ich selbst Rollenspiele für Kinder. Zur Zeit liegt der Schwerpunkt gerade mehr auf live Spielen denn auf P&P. Es ist jedesmal eine Freude den Kindern bei ihren Abenteuern zuzusehen, und wie du selbst bereits ja schon erfahren hast ist es gar nicht so einfach, die Kleinen wieder zum Aufhören zu bewegen. Folgendes Gespräch hörte ich vor kurzem zwischen einer Mutter, die ( zu Beginn ) recht skeptisch eingestellt war und ihrem Sohn. Mutter: “Das Spiel ist viel zu kompliziert. Du willst doch sowieso gehen.” ( Die Mutter nimmt das Kind an der Hand und will es wegziehen ). Sohn: “Nein, das ist überhaupt nicht kompliziert. Ich will weiterspielen!” Die Mutter hat den Jungen tatsächlich mitgenommen, doch tauchte er danach immer wieder auf. Viele Stunden später meinte die Mutter dann zu mir: “Das Spiel ist toll. Ich habe nur am Anfang nicht verstanden um was es geht.”

    Ich werde deinen Bericht über Gewalt in Rollenspielen mit Kindern sicher auch demnächst einmal in meinem Blog ( http://www.5d-games.de/Wordpress/ ) aufführen. Viel Spaß bei den nächsten Spielen mit deinem Sohn und weiter so.

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